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Weser-Kurier: MISS MERKEL

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Kritik des Weser-Kuriers zu "MISS MERKEL – MORD IN DER UCKERMARK" im Weyher Theater

"Angela Merkel ermittelt in Mordfall

Eine weltweit bekannte Frau, ein Roman-Bestseller und das Weyher Theater. Passt das zusammen? Ja! Und zwar hervorragend! Die Kriminalkomödie "Miss Merkel – Mord in der Uckermark", die am Freitag Premiere feierte, ist der perfekte Beweis dafür.

Im Laufe des Stücks lernen die Zuschauerinnen und Zuschauer noch mehr Menschen kennen: eine Polizistin, eine Fremdenführerin, einen Kommissar, eine Pathologin und einen amerikanischen Investor. Insgesamt 14 Personen, die von fünf Schauspielerinnen und drei Schauspielern fabelhaft dargestellt werden. Die Geschichte und das Geschehen auf der Bühne sind rasant, witzig und immer wieder überraschend. Doch es gibt auch ruhige Szenen, in denen das Publikum sich entspannt zurücklehnen kann. 

Das Stück basiert auf dem Roman "Miss Merkel – Mord in der Uckermark" von David Safier, die Bühnenfassung haben Florian Battermann und Jan Bodinus geschrieben. Für die Inszenierung am Weyher Theater zeichnet der Schauspieler und Regisseur Stefan Leonard verantwortlich. Zusammen mit dem Ensemble und den guten Geistern hinter der Bühne hat er ein Gesamtwerk zum Leben erweckt, das durch Kreativität, Schlagfertigkeit und Spielfreude beeindruckt. Schon das Bühnenbild von Lisa Dittus ist klasse. Mit nur wenigen Requisiten verwandeln die Akteure den Marktplatz – so ganz nebenbei – zum Merkel-Sauerschen Wohnzimmer oder in ein Schloss.

Das gesamte Ensemble sprüht nur so vor Spielfreude und Schauspielkunst. Allen voran Kathrin Busch als Angela Merkel. Die große Herausforderung, eine weltweit bekannte Persönlichkeit authentisch und dennoch fein überspitzt darzustellen, hat sie mit absoluter Bravour  gemeistert – wunderbar gewürzt mit Merkel-Raute, Blazershow und Erinnerungen an die Amtszeit der Kanzlerin. 

Die Kriminalkomödie ist wirklich einen Besuch wert. Das fand auch das Publikum und belohnte das Ensemble mit lang anhaltendem Applaus und Standing Ovation. Die Zeit verging wie im Fluge. Viel zu schnell fand Angela heraus, wer den Freiherrn ermordet hat. Aber man kann ja noch einmal ins Theater gehen und sich am Geschehen auf der Bühne erfreuen."

(Weser-Kurier, 16.03.26)