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Kreiszeitung: FÜR IMMER SINGLE

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So ist „Für immer Single“ zum Auftakt der neuen Spielzeit vor allem eine unterhaltsame Mischung aus Beziehungskomödie und Familiendrama im Kleinformat

Handtücher, Herz und heilloses Chaos

Mit „Für immer Single“ ist das Weyher Theater am Freitagabend in die neue Spielzeit 2026/27 gestartet – selbstredend vor ausverkauftem Haus. Das Stück von Intendant Kay Kruppa, welcher zugleich Regie führt und als Tom selbst auf der Bühne steht, ist das erste Abonnementstück der neuen Saison. Gemeinsam mit Christian Hamann, Inga Jamry und Michaela Schaffrath entwickelt Kruppa eine Beziehungskomödie, in der es längst nicht nur um die große Liebe geht, sondern mindestens genauso sehr um Geschirrspüler, Untersetzer, Eierkochzeiten und die Frage, wie viel Chaos eine Freundschaft oder Brüderbeziehung eigentlich aushält.

Besonders schön zeigt sich der Humor des Zweiakters in den zahlreichen kleinen Wortgefechten. Haushaltskrisen, peinliche Verwechslungen und eine äußerst kuriose Karnevalsnacht (Stichwort: Gemüse) treiben die Handlung immer weiter voran. Dabei wechselt die Stimmung zwischen schnellen Pointen, Streit und Situationskomik immer wieder zu ruhigeren und emotionaleren Momenten. Das Publikum im ausverkauften Saal ging am Premierenabend sichtbar mit. Vor allem die schnellen Dialoge, die überzeichneten Alltagssituationen und das gegensätzliche Brüderpaar sorgten immer wieder für kräftiges Lachen. Gleichzeitig funktionierten auch die emotionaleren Szenen, in denen hinter dem Klamauk die enge Verbindung der beiden Brüder sichtbar wird.

So ist „Für immer Single“ zum Auftakt der neuen Spielzeit vor allem eine unterhaltsame Mischung aus Beziehungskomödie und Familiendrama im Kleinformat. Max will die Kontrolle über sein Leben zurückgewinnen – und muss ausgerechnet durch seinen chaotischen Bruder feststellen, dass sich Gefühle nicht so einfach ordnen lassen wie Handtücher. Und vielleicht ist genau das die Pointe: Wer sich vornimmt, für immer Single zu bleiben, sollte sich lieber nicht darauf verlassen, dass das Leben seine Regeln respektiert.“

(Kreiszeitung, 14.09.26)