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Bernd Finken aus Bremen, am 22. Januar 2016
Ganz schön mutig, vor etwas über 300 Heinz-Erhardt-Fachleuten eine Revue über den großen Humoristen zu präsentieren! Denn Fachleute sind doch fast alle Zuschauer, oder? Über den Jahreswechsel wurden wieder einmal zahllose Erhardt-Filme im TV gezeigt und an Silvester gab es auf allen Kanälen die besten Sketche und Szenen. Und das passiert Jahr für Jahr immer wieder. Und zwischendurch taucht der legendäre Spaßmacher auch regelmäßig auf. Egal, wie alt der Zuschauer ist: von Heinz Erhardt hat jeder schon gehört und gesehen. Und jeder wird ganz genau hinschauen, ob der Mensch auf der Bühne dem Menschen aus dem Fernsehen das Wasser reichen kann. Kurz und gut: er kann!

Nicht nur die Figur auf der Bühne ist überraschend ähnlich, auch seine Stimme ist täuschend echt. Und vor allem die Präsentation der Sketche, Gedichte, Szenen und Lieder ist detailgenau. Mimik und Gestik sind überzeugend. Dennoch taucht immer mal wieder der Künstler Thorsten Hamer zwischen den Zeilen auf. Hier wird nicht reproduziert – hier wird interpretiert. Mit Liebe, Sympathie und Bewunderung für einen einzigartigen Künstler der leichten Unterhaltung. Es war ein wundervoller Abend aus der großen Zeit der bunten Abende und des Varietées, die viele der Zuschauer selber nicht mehr erlebt haben. Aber nun haben sie eine Ahnung, was sie verpasst haben. Die späte Geburt ist nicht immer eine Gnade. Zum Glück gibt es Thorsten Hamer, der einer der begnadetsten Erhardt-Interpreten unserer Zeit ist. Er und seine kongenialen Mitstreiter auf der Bühne, Nathalie Bretschneider, Marc Gelhart und Kevin Kuhlmann am Klavier, schenken uns einen Blick auf einen Menschen, der wahrhaft unsterblich geworden ist. Und niemand im gemütlichen Zuschauerraum ahnt, wie hart sie alle für diesen Erfolg gearbeitet haben. Es stimmt schon: Je leichter die Muse, desto schwerer die Arbeit! Und wenn niemand ahnt, wie viele Mühe es gekostet hat, dann ist man perfekt!

Geboten wird einfach alles, was der Heinz-Erhardt-Fan von einem Abend mit Werken dieses großen Künstlers erwartet: das berühmte Theaterstück mit G, natürlich König Erl, selbstverständlich die Made, der legendäre Ritter Fips und und und. Und wenn man die Augen schloss, glaubte man mitten in einem großen Sendesaal eines Radiosenders zu sitzen und die Aufzeichnung eines Straßenfegers mit dem Meister des intelligenten Unsinns live zu erleben.

Der Applaus am Schluss war so, wie er sein musste: endlos, frenetisch, stehend und begeistert. Das Weyher Theater hat spätestens jetzt nun also verdienterweise noch einen Star in seinen Reihen. Ein derart perfektes Theater, von außen, von innen, auf der Bühne, hinter der Bühne, in der Gastronomie, hinter der Theke der Garderobe, bei der Platzsuche, an der Kasse und in der Verwaltung sucht im Norden seinesgleichen!

Es gibt nicht mehr viele Karten. Leider! Dennoch, wer es irgendwie schaffen kann, der sollte dieses Ereignis in Weyhe nicht verpassen!
Karin Heidenreich aus Eydelstedt, am 22. Januar 2016
Wir waren gestern in der Heinz Erhard Vorstellung, es war wie immer SPITZE wir haben viel gelacht, dafür lohnt sich auch mal ein etwas weiterer Weg. Macht weiter so wir kommen immer gerne wieder.
Petra Scheithauer aus Bremen, am 22. Januar 2016
Wir sind gestern in der Heinz-Erhardt-Revue gewesen. War das klasse! So etwas müsste es auf Rezept geben! Schon lange nicht mehr so gelacht.
Karin Meyer aus Bremen, am 22. Januar 2016
Das war ein toller Abend!!!
Wir haben selten so gelacht. Eine Meisterleistung von Thorsten Hamer.
Seit ein paar Jahren haben wir ein Abo im Weyher Theater und sehen uns auch gerne die Extrastücke an.
Es sind uns viele Stücke in guter Erinnerung geblieben, dies gehört auf jeden Fall dazu. Das muss man gesehen haben.
Thorsten Hamer ist eine tolle Bereicherung für das Weyher Theater.
Wir freuen uns schon auf die nächsten Stücke.
Danke.
Silvia Junge aus Bremen, am 22. Januar 2016
Wir hatten einen ganz tollen Abend gestern. Thorsten Hamer hat seine Rolle grandios gespielt. Seine Gestik bzw. die von Heinz Erhardt war klasse. Respekt vor der schauspielerischen Leistung. Ganz ganz toll!!
2 Stunden Lachen pur.
Hermann Meyerholz aus Weyhe, am 21. Januar 2016
Ich habe tatsächlich Zweifel, ob Heinz Erhardt besser war als Thorsten Hamer in seiner Rolle. Das ist kaum noch zu überbieten. Wir haben jedenfalls einen köstlichen Abend erlebt, wie schon lange nicht mehr. Diese Vorstellung schreit nach Wiederaufnahme in das Theaterprogramm! Wie wäre es mit (spätestens) Silvester?
Hartmut und Rosmarie Schneider aus 28309 Bremen, am 21. Januar 2016
Das war ganz großartig. Super. Wir haben noch mehr gelacht als bei Loriot - und das war schon gut.
Das zeigt wieder einmal mehr das man mit dem Weyher Theater immer gut beraten ist.
Bitte macht weiter so.
Uwe Pussack aus Syke, am 21. Januar 2016
Schon in vergangenen Vorstellungen konnten wir uns vom komödiantischen Talent von Thorsten Hamer überzeugen, mit dessen Engagement dem Weyher Theater ein Volltreffer gelungen ist.
Gestern nun stand er als „Deutschlands bester Heinz Erhard Interpret“ auf der Bühne und wurde diesem Anspruch in jeder Hinsicht nicht nur mehr als gerecht, nein, er hat unsere Erwartungen weit übertroffen.
Gleich der Beginn, als er sich die Frage stellte, warum er denn nun gerade aus dieser Ecke des Zuschauerraums die Bühne betritt und nicht von der anderen Seite, riss die Zuschauer förmlich von den Sitzen.
Danach gab es kaum Gelegenheit zur „Erholung“, denn eine Pointe folgte der anderen und Thorsten Hamer spielte nicht Heinz Erhard, er war es. Wie meisterhaft er diese Rolle verkörperte, spiegelte sich auch in seiner Spontanität wider, in dem bekannte Texte kurzerhand von ihm um eine Pointe ergänzt wurden, so das sich selbst seine überraschte Partnerin das Grinsen nicht verkneifen konnte.
Aber auch ihm selber war zu jeder Zeit die Spielfreude anzumerken, ein Lächeln hier und da bei ihm ließ sich nicht unterdrücken.
Alles in allem ein grandioser Abend, der zu Recht mit minutenlangen Standing Ovations vom Publikum belohnt wurde.
Werner Heuermann aus 28844 Weyhe, am 21. Januar 2016
Nachdem sich gestern alle Zuschauer im Theatersaal versammelt hatten....
war LACHEN PUR angesagt beim Stück "Nachdem ich mich hier versammelt habe.."
mit Thorsten Hamer als Heinz Erhardt.
Genial wie er und sein Ensemble die doch teils bekannten Erzählungen und Gedichte von Heinz Erhardt auf die Bühne brachten, so dass das Publikum kaum aus dem Lachen heraus kam und stellenweise die Gedichte sogar laut mit sprachen. Ein wundervoller Abend. Tobender Applaus drücken meinen und den Dank der anderen Theaterbesucher an das Ensemble aus, insbesondere an Thorsten Hamer, der den Eindruck vermittelte, Heinz Erhardt sei wieder geboren.
Superleistung. Glückwunsch und weiterhin viel Erfolg.
Ein Besuch dieses Stückes ist sehr zu empfehlen.
Heidi Poppenga aus Emden, am 18. Januar 2016
Gestern Nachmittag waren wir nun zum 5. Mal im Weyher Theater und waren wieder begeistert. Wir haben uns sehr über die herrlichen Loriot Szenen amüsiert. Eine tolle schauspielerische Leistung.
Wir kommen gerne wieder und freuen uns schon auf unseren nächsten Theaterbesuch.
Viele Grüße aus Emden
Heidi und Temmo Poppenga
Erich Förster aus 28832 Achim, am 17. Januar 2016
Hallo,
nach der Vorstellung "Loriot" sind wir gerade zu Hause wieder angekommen, nach schwieriger Fahrt über verschneite Strassen, aber heil angekommen.
Die Schauspieler waren ohne Ausnahme super! Wir haben manchesmal Tränen gelacht, auch in Erinnerung einiger Originale von Loriot, Evelyn Hamann (da verdrücke ich doch eine Träne) u. a. oder nur von Loriot's Zeichentrickfiguren, die Schauspieler brauchten meist keinen Vergleich zu scheuen, herrlich! Zwei oder drei Sketche waren uns sogar unbekannt, echt eine Bereicherung, wo wir doch eine große Kassette über Loriot's Werke haben, "Die vollständige Fernseh-Edition". Mal sehen, wir werden da mal wieder einsteigen und uns eine Reihe der Originale anschauen und uns dabei gerne an die heutige phantastische Vorstellung erinnern.
Mit fröhlichen Grüßen und in Erinnerung an das kürzliche Weihnachtsfest mit Loriot`s Motto: "früher war mehr Lametta".
Erich Förster mit Frau Amparin Artès
17.01.2016
PS: Das war unser erster Besuch bei Ihnen, aber ganz bestimmt nicht der letzte!!
Wolfgang Cordes aus Delmenhorst, am 12. Januar 2016
Wir haben uns am 08.01.2016 bei Loriot köstlich amüsiert. Es war sehr wirklich sehr professionell von allen Künstlern dargeboten.
Wir kommen bestimmt wieder, schon am 31.01.2016
LG Wolfgang Cordes u. Partnerin
Martina Kühn aus Bremen, am 12. Januar 2016
Liebes Weyher Theater Team,
wir haben am 8.1. Loriot bei Ihnen gesehen und waren begeistert. Wir kommen bestimmt bald wieder.
Liebe Grüße
Tina und Andreas Kühn
Kirsten Reiners aus Bremen, am 11. Januar 2016
Liebes Team!
Wir waren am 10.01. das erste Mal bei Euch im Theater und waren sehr zufrieden! Wir haben gleich eine neue Vorstellung gebucht und freuen uns schon darauf!
Petra May aus Bassum, am 08. Januar 2016
Hallo liebes Weyher- Theater Team,
" Loriot`s dramatische Werke",ganz tolle Aufführung. War am 28.12.2015 mit meinem Mann,
Schwägerin u. Schwager, die extra aus Bremen- Nord gekommen sind, im Weyher Theater. Wir hatten einen ganz tollen Abend, DANKE. Und weiter so.
Ganz liebe Grüsse Petra May
Lutz Hößelbarth aus 28759 Bremen, am 08. Januar 2016
Waren am letzten Mittwoch, 6.Januar erstmalig im Theater bei euch! Die Aufführung war toll, Ein wunderbares, kurzweiliges Loriot Programm. Super freundliche Mitarbeiter und ein gutes Essen im Theaterrestaurant dazu.Was will man mehr, wir kommen wieder!

Kerstin Prause & Lutz Hößelbarth
Nicole Köster aus Düsseldorf, am 07. Januar 2016
Liebe Theater Team,

ich muss ganz herzlich Danke sagen. Meine Eltern, die heute Abend zu Ihnen kommen wollten, erzählen gerade, das Sie den Termin um eine Woche verschoben haben. Auf Grund des Wetter, hatten die beiden Angst heute mit dem Auto zu fahren.
Das finde ich so toll und nett. Ich komme aus der Reisebranche und weiss, dass solche Karten dann leider verfallen.
Tausend Dank dafür und die liebsten Grüße aus Düsseldorf
Nicole Köster
Andrea Rustler aus Bremen, am 04. Januar 2016
Liebes Theater-Team,

wir haben Loriot am 3.1.16 geguckt und haben herzhaft gelacht. Mir persönlich hat Thorsten Hamer am besten gefallen, auch bei seinem ungeplanten kleinen Lachanfall in einem Sketch. Herrlich!!! Der geborene Komödiant. Gerne weiter so!!!! Aber auch alle anderen Schauspieler waren richtig klasse. Wir sind normalerweise Kulturbanausen aber werden jetzt öfter uns etwas anschauen.

Weiter so....

Liebe Grüße
Andrea Rustler
Erika Hartwig aus 28844 Weyhe, am 03. Januar 2016
Hallo liebes Team,

heute haben wir "Loriots dramatische Werke" gesehen und es war wirklich köstlich. Lange nicht so gelacht, vor allen Dingen "Thorsten Hamer" ist ja der geborene Komödiant. Er ist es und Thorsten Hamer kann gar nichts dafür, es ist ihm in die Wiege gelegt.
Er spielt sich selbst.

Ich habe 10 Jahre ca. 1985 bis 1997 Amateurtheater gespielt (Phönix und "Kleine Theater Bremen"), das ist lange her, aber im "Das EI" ist die "Bertha" nicht so gut inzeniert. Berta steht nicht hinter dem, was sie sagt. Sie redet ihren Text zu schnell runter und die Wirkung kommt nicht so, wie es sein sollte.

Aber sonst alles gut !!

Liebe Grueße von Erika
Manuela Halweg aus Bruchhausen-Vilsen, am 03. Januar 2016
Liebes Theater Team,
mein Mann und ich waren zum ersten Mal bei Euch und schauten uns Lorios dramatischen Werke an.
Es hat uns sehr gut gefallen.
Wir gehen gerne und nicht selten in verschiedene Aufführungen und waren überrascht vom Ambiente, den Schauspielern und der Inszenierung. Da mein Mann ein großer Loriot Fan ist, gefiel ihm auch die Textgenauigkeit. Hier gab es kaum Abweichungen vom Original. Alles in einem ein toller Abend.
Wir kommen sehr gerne wieder.
Vielen Dank.
Lieben Gruß Manuela Halweg
Silke und Wilfried Bellmann aus Stuhr, am 01. Januar 2016
Liebes Weyher Theater!

Im vergangenen Jahr haben wir viele wunderschöne Theaterabende bei Ihnen verbracht und konnten so richtig abschalten und jedes Stück für sich erleben und leben. Wir freuen uns schon auf die nächsten Besuche im Weyher Theater. Los geht es mit Heinz Erhardt. Ganz besonders freuen wir uns, dass wir im Februar zwei Kurz-Tripps nach Irland machen und das ist gar nicht so weit. Irland hat nämlich in Weyhe eine Außenstelle.

Ein ganz besonderer Glückwunsch geht an Aschenputtel. Wir hatten das Glück, am Heiligabend das Weihnachtsmärchen anzusehen. Das war wirklich wie in einem richtigen Märchen. Alles Liebe und alles Gute.

Silke und Wilfried Bellmann
Bernd Finken aus Bremen, am 31. Dezember 2015
Saisonbericht 2015/2016

Oh was ging es wieder schnell in diesem Jahr. Kaum hat die Saison begonnen, ist sie auch schon wieder halb rum. Es kann einem wirklich schon fast schwindelig werden. Und doch. Denkt man zurück an den Saisonauftakt, muss man wirklich in sich gehen, um sich an das erste Stück zu erinnern, weil einfach so viel passiert in Weyhe. Obwohl das gar nicht so schwer ist, denn die Saison begann nicht wie bisher mit den Highlights aus der Vorsaison, sondern ging gleich vom ersten Tag an in die Vollen! Und was für ein Start war das erste Stück!

Am 2. September ging es los mit einem Knaller – und hat niemanden bis zum heutigen Tag losgelassen: ‚Ein Traum von Irland’. Von Anfang an lief dieses Stück wie die irische Feuerwehr. Und was seltsam war und ist: es zieht viele Menschen an, die eigentlich gar nicht so wild auf musikalische Stücke sind. Nur die Dorfkneipe von Leenane mit dem schönen Namen „The Harp“, von dem Jack McDoyle und Shane McCardigan, gespielt von den Säulen des Weyher Theaters Frank Pinkus (gleichzeitig auch Autor und Regisseur des Stückes) und Kay Kruppa, Abend für Abend behaupten, er wäre nicht gerade ein Ausbund von Kreativität seitens des Wirtes Tubby Tubson, bildet da eine wirklich außergewöhnliche Ausnahme. Bis dahin völlig unmusikalische Besucher summen schon in der Pause die ersten Melodien mit und drängen sich mit einem Lächeln auf dem Gesicht und einem Song auf den Lippen an die Bar, um die Pause stilecht mit einem ordentlichen Tröpfchen zu beginnen. Und wenn sich das Stück dem Ende zuneigt, dann steht das Publikum wie eine Eins, hört nicht auf zu applaudieren und zeigt den Akteuren auf der Bühne, das auch Nichtsänger aus dem Publikum den Mut aufbringen, dennoch laut und inbrünstig mitzusingen. Wobei auf der Bühne eigentlich nur ein einziger Nichtsänger ist: Tubby Tubson, Wirt, Original und einer der Sympathieträger des Dörfchens. Alle anderen sind sehr wohl Sängerinnen und Sänger. Und was für welche! Von mitreißenden irischen Kneipenliedern bis zu intensiv berührenden Balladen steigern sie sich von Song zu Song. Ein wahrhaft unvergesslicher Abend!

Für den Darsteller von Tubby Tubson war ‚Ein Traum von Irland’ der Einstand auf der Bühne in Weyhe: Thorsten Hamer. Und er erlebte den Traum von Weyhe, denn was dann passierte, geschieht nicht oft bei dem manchmal etwas drögen norddeutschen Publikum (wir dürfen das sagen, denn wir gehören dazu): Die Herzen flogen ihm sofort zu! Und schon bei dem zweiten Stück, wo er dann wieder eine der tragenden Rollen spielte, gewann er die tiefe Sympathie von (ungelogen) Tausenden von Zuschauern und gehört nun zu den klaren Publikumslieblingen. Auch auf der Bühne gibt es also immer wieder kleine Wunder! Ebenfalls wunderbar war der Einstand von Lisette Groot, die in Irland erstmalig auf der Bühne in Weyhe dabei war. Was für eine Stimme! Und absolut herrlich das Duett Carrickfergus mit Sarah Kluge. Dauergast auf der Bühne bei diesem Stück war Patrick Kuhlmann. Er sagt kein Wort und ist dennoch unverzichtbar mit seiner sensiblen und überzeugenden Begleitung der Sänger an der Gitarre.

Wo wir schon vom zweiten Stück der Saison sprechen: am 21. Oktober wurde es ernst mit dem Spaß: ‚Loriots dramatische Werke’ feierten fröhlichen Einstand. Erstmals auf der Bühne in Weyhe war hier Isolde Beilé zu erleben. Eine starke Persönlichkeit mit großer Ausstrahlung, die das Ensemble hervorragend ergänzt. Beispielhaft sei hier die Szene bei der Eheberaterin genannt. Nach langer Pause endlich wieder in Weyhe begrüßten wir Heidi Jürgens, die unter anderem als Fernsehansagerin für Lachstürme sorgte.

Erstmals erlebten wir auch, was es heißt, unter gnadenlosem Lampenfieber zu leiden: Paula, die eigentlich nichts und niemand erschüttern kann, hatte es erwischt: nachdem sie in den ersten Vorstellungen extrem locker auf das berühmte Loriotsofa neben Herrchen Hermes Schmid sprang, war es plötzlich damit vorbei. Die Aufregung ließen Ihre kleinen krummen Beinchen versagen. Nur gut, dass es große Schauspielerkollegen gibt, die dann liebevoll Hilfestellung leisten! Oh! Wir vergaßen zu berichten, dass Paula eine waschechte Möpsin ist, ohne die, wie wir ja alle wissen, ein Leben zwar möglich, aber sinnlos ist. Das Weyher Theater ist eben einzigartig!

Was uns am intensivsten bei Loriot berührte? Der Mensch ist komisch, wenn es um Komik geht: aber es war wirklich ein totunglückliches Gesicht, begleitet von dem in unendlicher Trauer gesprochenen Satz: „Ich möchte doch nur ein weiches Ei!“ Damit wird uns Joachim Börker nie wieder aus dem Kopf verschwinden!

Die dritte Premiere der Saison 2015/16 erlebten die jüngsten Besucher des Theaters: das Weihnachtsmärchen Aschenputtel. Wie schön zu erleben, dass die Kleinen nicht abgefrühstückt werden, sondern eine mit der gleichen Sorgfalt und Mühe, wie alle anderen Stücke auch, gestaltete Märchenvorstellung erleben, die allein wegen der Kulissen, dem traumhaften Licht, den herrlichen Liedern und den Kostümen einen Besuch wert ist. Hört man Musik im Theater in Weyhe, denkt jeder an den Namen Kuhlmann. Und tatsächlich zeichnete auch hier ein Kuhlmann verantwortlich für die Musik: Patrick, zusammen mit Bruder Kevin und Bassist Stefan Reich. Und überhaupt: wenn es die Kuhlmanns nicht schon gäbe, müsste man sie erfinden!

Neu bei Aschenputtel war Isabell Christin Behrendt mit Nathalie Bretschneider eine der beiden kleinen herrlich fiesen Stiefschwestern von Aschenputtel und eigentlich auch Annika Zaich, die zwar schon in der Vorsaison einsprang in den letzten Cashvorstellungen, ihren offiziellen Einstand aber erst in dieser Saison hatte. Sie spielte zusammen mit Marc Gelhart die weibliche Hälfte des Taubenduos Emma und Fabian, die das Stück mit den Kindern zusammen durchleben. Ganz gemein: die böse Schwiegermutter. Wie kann ein sooo lieber Mensch wie Lisette Groot nur so perfekt eine derart hinterhältige Figur spielen? Wir sind fassungslos!

Inzwischen auch bereits eine feste Hausnummer auf der Besetzungsliste in Weyhe ist Sarah Kluge, die das arme und unscheinbare Aschenputtel gab und sich am Ende dann zu einem wunderschönen Schmetterling entpuppte! Für sie wurde die allerletzte Vorstellung am Heiligabend zu einem unvergesslichen Datum, erhielt sie doch von ihrem Freund mitten auf der Bühne vor den Augen aller einen Heiratsantrag.

Doch zurück zum Stück! Fehlt noch der Adel: Papa König, gespielt von Joachim Börker, der die Kinder mit seinen Schrullen und Macken immer wieder begeistert und Simon Kase als Sohn Prinz Julian, dem mit seiner Sturheit, unbedingt den wirklich passenden Fuß zu dem gefundenen Schuh zu finden, zu verdanken ist, dass das Stück doch noch gut ausgeht. Erstaunlich, was kreative Theaterleute aus einer Geschichte machen können, die eigentlich doch schon in allen möglichen Facetten gespielt wurde. Eigentlich! Nur in Weyhe ist wieder einmal alles anders. Es gibt eben immer die Weyher Version. Und die ist in jeder Beziehung besonders! Etwas ganz Besonderes erlebten wir nach dem Ende einer Morgenvorstellung. Unglaublich ruhig und artig verließen die Kinder das Theater. Wir haben noch nie so viele Kinder gesehen, die völlig gefangen von dem Gesehenen so brav und lieb waren. Es war ergreifend, die Theatergäste von Morgen so fasziniert zu sehen.

In diesen Bericht gehört eigentlich auch ein Bühnenwerk, das auf ganz kleiner Bühne zu ebener Erde präsentiert wird: ‚Liebe, Leid und Lust’, ein ganz besonderer Liederabend von Hermes Schmid, begleitet von Kevin Kuhlmann am Klavier. Unglaublich! Schon wieder ein Kuhlmann! Geboten werden Lieder und Texte von Einst und Jetzt, die sich samt und sonders mit den Licht- und Schattenseiten der Zweisamkeit beschäftigen. Ein herrlich unterhaltsamer Abend, der für alle ein Wiederhören mit Bekanntem und ein Kennenlernen von Neuem bringt. Diese Veranstaltung findet statt im Theaterpub Shakespeare’s im Rahmen des Special Monday. Es empfiehlt sich, sehr sehr früh für Karten zu sorgen, denn es gibt nur eine Vorstellung jeweils im Januar, Februar und März und die Plätze sind sehr begrenzt. Dafür sitzt man dann aber auch ganz hinten dennoch ganz nahe an der Bühne.

Und wieder möchten wir unseren ganz besonderen Dank an die senden, die leider oft vergessen werden, aber ohne die es nicht funktionieren würde, dem Traum vom Theater Leben einzuhauchen: die guten Geister im Hintergrund, die immer da sind, wenn Eintrittskarten gebucht werden, wenn Gäste einen Schluck zu trinken haben möchten, wenn ein neues Stück ganz besondere Kulissen braucht, wenn die Prinzessin ein wahrhaft königliches Kleid benötigt, wenn die Künstler auf der Bühne in traumhaftes Licht getaucht werden sollen und neuer Sound gezaubert werden muss. Und nicht zu vergessen die, die fast schon im Geheimen wirken: die Menschen, die tagein, tagaus mit Zahlen jonglieren und dafür sorgen, dass alles im schwarzen Bereich ist und auch die, die dafür arbeiten, dass einfach immer alles im richtigen Moment da ist und immer funktioniert – auch die unscheinbarsten Kleinigkeiten. Und das ist und tut es. Danke für Euren Einsatz! Danke für ein wundervolles Theater, das nur durch Euch lebt!

Und nun: auf in ein neues Theaterjahr in Weyhe! Es beginnt mit weiteren Vorstellungen der so erfolgreichen dramatischen Werke von Loriot, gefolgt von der ersten Premiere des Jahres: „Nachdem ich mich hier versammelt habe…“. Thorsten Hamer in seiner Paraderolle als Heinz Erhardt. Dann gibt es von Ende Januar bis Mitte Februar eine stimmungsvolle Zugabe aus Leenane: ‚Ein Traum von Irland’. Ab Mitte Februar bis Ende März wird es knisternde Spannung geben: ‚Mord an Bord’ – die Bühnenversion des Klassikers Tod auf dem Nil von Krimikönigin Agatha Christie. Von April bis Mitte Mai gibt es ‚Ein Bett für vier’. Eine Komödie mit den Publikumslieblingen Antje K. Klattenhoff, Kay Kruppa, Frank Pinkus und Thorsten Hamer. Schließlich kommt dann das große Finale der Saison 2015/2016: ‚Man(n) zieht Blank’ mit großer Besetzung der jüngsten männlichen Vertreter des Ensembles. Dann auch wieder in Weyhe dabei: Carsten Steuwer, der noch in guter Erinnerung ist aus ‚Die Sonne und Du’ im Jahr 2015. Die Saison endet dann am 25. Juni 2016, wenn ein letztes Mal auf der Bühne blank gezogen wird. Aber bis dahin gibt es ja noch so viele Premieren und Spaß auf der Weyher Bühne.

Wir wünschen allen Beteiligten viel Spaß bis zum Saisonende und dem Publikum herrliche entspannende komische und manchmal auch etwas nachdenkliche Vorstellungen im schönsten Theater Norddeutschlands!

AUF EIN TOLLES THEATERJAHR 2016!
Maria Potthoff aus St. Martin, am 30. Dezember 2015
Immer wieder schön, wenn wir mal in der Region sind und Zeit fürs Theater haben. Jedes Mal auf's neue eine tolle Zeit mit super Schauspielern! Liebe Grüße aus St. Martin im Passeiertal :-)
Melanie Hohnhorst aus Brettorf, am 29. Dezember 2015
Wir sind jedes Jahr als Familie in der Weihnachtszeit im Weyher Theater.... Und wie bereits in den letzten Jahren, hatten wir auch in diesem Jahr wieder viel Freude und Spass als Zuschauer...macht weiter so.
Werner Heuermann aus 28844 Weyhe, am 24. Dezember 2015
Liebes Theaterteam,
mit dem Märchen "Aschenputtel" ist euch aus meiner Sicht erneut ein Meisterstück gelungen.
Habe mich wieder mal köstlich amüsiert über die mit viel Humor gespickten Dialoge, Gesten und Handlungen. Ein Lob gilt auch allen Darstellern/Innen mit ihren eindrucksvollen Kostümen und nicht zuletzt auch dem Bühnenbild. Es ist für mich immer wieder erstaunlich zu sehen, wie ihr eine bekannte Handlung neu inszeniert und mit scheinbar "einfachen" Mitteln umsetzt. Einfach toll. Bin begeistert. Danke.
Ich wünschen euch allen ein schönes Weihnachtsfest und hoffe, dass euch die Ideen auch im neuen Jahr bei bester Gesundheit nicht ausgehen und ihr weiterhin viel Erfolg habt.
LG

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