
„Bodley, Bodley & Crouch“ ist ein elegantes Pelzgeschäft mitten in London – hier verkehrt nur, wer reich und wichtig ist. Gilbert Bodley, einer der Inhaber, genießt diese Position und weiß sie zu schätzen und für seine Zwecke zu nutzen, während Arnold Crouch zwar die Seele des Geschäfts ist, aber als Verkäufer aufgrund seiner extremen Schüchternheit einfach überfordert ist. Und dass er in die hübsche und durchsetzungsstarke Sekretärin Miss Tipdale (kurz „Tippers“ genannt) verliebt ist, weiß eigentlich auch nur er selbst…
Die ganze Geschichte kommt ins Rollen, als (der natürlich verheiratete) Gilbert seiner aktuellen Geliebten Janie McMichael einen besonders edlen und kostbaren Pelz schenken möchte. Dazu hat er von seinem Privatkonto eine erkleckliche Summe abgebucht, um die Geschäftsbücher sauber zu halten. Aber dieses Geschenk ist gar nicht so einfach an die richtige Frau zu bringen, wenn immer im falschen Moment die falschen Menschen durch die Tür kommen – was dazu führt, dass schließlich zwei junge Damen in Unterwäsche im Verkaufsraum hin und her rennen, Arnold Crouch den Überblick verliert und Gilbert Bodley in arge Bedrängnis kommt; denn als Janies Ehemann und Gilbert Ehefrau auftauchen, beginnt ein turbulentes Lügen- und Versteckspiel, in dem nicht jeder jederzeit weiß, wer er gerade ist oder sein sollte…
Und Arnold Crouch, der schüchterne, zurückhaltende Kompagnon, wird auf einmal zum ungeahnt einfallsreichen Retter in jeder (noch so verrückten und urkomischen) Situation…
Übrigens:
Ray Cooney ist der Meister der Farce, der atemberaubend schnellen und nur scheinbar chaotischen Komödie, in der das Durcheinander mathematisch und logisch genau aufgebaut wird, bis aus einer eigentlich (fast) alltäglichen Situation ein unentwirrbaren Knoten aus Lügen, Ausreden und Halbwahrheiten entsteht – von ihm stammen unter anderem auch Komödiehits wie „Außer Kontrolle“ und „Komm rüber, Schätzchen“. Im Frühjahr 2010 war „Rente gut – alles gut“ von Rays Sohn Michael Cooney monatelang ein Lachschlager am Weyher Theater – „Jetzt nicht, Liebling!“ ist sicher ein würdiger Nachfolger, den wir wegen der großen Nachfrage nach dieser atemberaubenden Art der turbulenten Komödie in den Spielplan genommen haben.