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Tolle Theaterpremiere - Tosender Applaus für "Crazy"

Tosender Applaus, Freudenpfiffe, Standing Ovations! Mit der Premiere von „Crazy“ feierte das Weyher Theater einen rundum gelungenen Auftakt in die neue Spielzeit 2009/2010.

Poppige Musik leitet die Szenen ein. Die Kostüme sind auf die moderne Inszenierung abgestimmt. Mit viel Witz wird gezeigt, wie schön echte Männerfreundschaft ist.

Es wird getanzt, gelacht, gesungen, sich ausgezogen, aber auch geweint. Die Komödie bietet neben perfektem Italienisch viele emotionale Szenen. Besonders überzeugend ist Kay Kruppa in der Rolle des Kurt, der glaubt ein Superheld zu sein. Rasante Dialoge, derbe Witze und fünf komplett unterschiedliche Charaktere machen dieses Stück absolut sehenswert. 5 Sterne (von 6) (Bild-Zeitung; 02.09.2009)

Komödie mit Tiefgang – Umjubelte Premiere von „Crazy“ im Weyher Theater

Kaum enden wollender Beifall des zum Schluss stehenden Publikums. Hausautor und Dramaturg Frank Pinkus hatte sich und seinen Schauspielerkollegen Rollen geschrieben wie einen erstklassig geschneiderten und bestens sitzenden Maßanzug. – Nach landläufiger Meinung gelten die fünf Männer als verrückt, bekloppt, nicht normal, meschugge. Aber sind sie es wirklich, sind sie „crazy“ und müssen deshalb in einem Heim abgeschlossen von der ach so angepassten Außenwelt leben? Im Verlauf des Stücks gibt es sehr nachdenklich stimmende Outings der Freunde. Die sollen „crazy“ sein? Mitnichten. Solche Passagen gelingen Pinkus in seinen Stücken stets glänzend. Damit beugt er gekonnt und immer erfolgreich einem Absturz ins so billige Vaudeville-Theater vor. Das hat das Weyher Theater nicht nötig.

Immerhin haben alle, so skurril sie auf der Bühne auch sind, unerfüllte Wünsche, die Fritz gern realisieren möchte. Denn Fritz ist sehr krank, zwei Monate Lebenserwartung hat er noch. Und er hat gehört, wenn man in Rom eine Münze in den dortigen Trevi-Brunnen wirft, kommt man wieder in die Ewige Stadt zurück. Er überredet die vier Freunde, mit ihm zu türmen, um sich auf die Italienfahrt zu begeben. Im Verlauf der Komödie mit ernstem Hintergrund scheint es so, als habe Frank Pinkus einige kleine Macken seiner Kollegen aus dem Nicht-Schauspielerleben mal so eben mit verarbeitet. Denn alles kam perfekt rüber, das Publikum ging voll und total begeistert mit. Viele spontane Lacher und Szenenapplaus wechselten miteinander. Geboten wurde auf der Bühne eine absolute und perfekte Ensembleleistung, wie sie nur ein Regisseur wie Frank Pinkus mustergültig zustande bringt. Glanzvoller konnte die erste Premiere im neuen Haus am Weyher Marktplatz wirklich nicht sein. (Sonntags-Tipp; 30.08.2009)

 

Es überwiegt die Komödie, aber der ernste Hintergrund passt dennoch. Ja, ohne ihn würde dem Stück etwas Entscheidendes fehlen. Herrlich die Szene im Zug, als Kurt Max beim Memory schlägt. Loriot hätte sie wohl als Sketch in sein Repertoire eingebaut. Das gilt auch für Kurt Bordell-Besuch… Es hagelt in „Crazy“ fein ausgearbeitete Pointen, sie sind brillante Glanzlichter einer total geschlossenen, sehr guten Ensemble-Leistung. Eine geglückte Einweihung des neuen Hauses mit einem wirklich „Prachtstück“! (Kreiszeitung; 31.08.2009)

 

Die Männerkomödie überzeugt durch viel Situationskomik, aber durch mindestens genauso viele nachdenkliche Passagen. Die fünf Mimen lieferten eine brillante schauspielerische Leistung ab. So wird sich „Crazy“ sicherlich in die Erfolgsgeschichte der bisherigen Männerkomödien „Why Not?“ und „Kerle, Kerle!“ einreihen. (Weser-Report; 30.08.2009)

 

Tosender Beifall! (Weser-Kurier; 31.08.2009)